Akupunktur und TCM

Akupunktur, Laserpunktur: 
Therapeutisches Instrument zur Behandlung von Funktionsstörungen und Krankheiten. Mit feinen Nadeln oder Laserlicht (vorwiegend bei Kindern) wird an bestimmten Stellen (Akupunkturpunkte) ein milder Reiz gesetzt, der den Körper zu einer Reaktion führt, welche über das zentrale Nervensystem läuft und Reparaturvorgänge einleitet. Moxibustion bedeutet mildes Erwärmen bestimmter Hautregionen (Akupunkturpunkte) mittels verschiedener Methoden, um Yang oder Energie zuzuführen.
Die in Österreich verwendeten Akupunktur Nadeln sind sterile Einwegnadeln, das heißt, sie werden nach einmaligem Gebrauch entsorgt.

Akupunktur am Mikrosystem:
Ein Mikrosystem ist eine Zone am Körper, auf der sich der ganze Körper reflektiert. Sie wird zur Regulation von Störungen an dem Körperareal, das sie widerspiegelt, eingesetzt. Ohrakupunktur, Schädelakupunktur nach Yamamoto, Mundakupunktur, Handakupunktur.

Kräutertherapie:
Nach einer gründlichen chinesischen Diagnose werden verschiedene Kräuter ausgesucht und als Abkochung (Tee), Granulat (Pulver) oder Extrakt (Tropfen) dem Patienten verabreicht. Dies ist nie Dauertherapie, sondern muss jeweils dem augenblicklichen Zustand angepasst zusammengestellt werden. Sie ist daher an den engen Kontakt zwischen Patient und Arzt gebunden. Entspricht der medikamentösen Therapie in der westlichen Medizin.
Heute kann ein TCM Therapeut aus über 5000 Substanzen wählen.
Mehr als 100.000 unterschiedliche Arzneimittelrezepturen sind über die Jahrtausende getestet und erprobt worden.

Elektrostimulation:
Eine eingestochene Akupunkturnadel wird mit Hilfe einer Klemme mit einem Stimulationsgerät verbunden und mit einem minimalen elektrischen Strom gereizt (z.B. bei Lähmungen oder Schmerzen).  

Moxibustion:
Moxa wird angewendet, um verschiedene Punkte oder Energieleitbahnen zu wärmen und dem Körper auf diese Weise Energie zuzuführen. Moxakraut ist eine chinesische Beifußart. Es wird getrocknet und als Moxawolle verwendet oder zu Zigarren gepresst. Ein Stück einer solchen Zigarre kann man auf eine Akupunkturnadel stecken und damit Wärme entlang der Nadel in den Körper bringen. Eine weitere Therapiemöglichkeit besteht darin, mit der Moxazigarre die Meridiane entlangzustreichen, um ihnen auf diese Art Wärme zuzuführen.

Schröpfkopftherapie:
Durch über die Akupunktur Nadel gestülpte Schröpfgläser kann die Wirksamkeit der Akupunktur noch gesteigert werden. Die Schröpfgläser werden innen angewärmt und dann auf die Haut aufgesetzt, wo sie sich mit Hilfe des entstandenen Unterdrucks festsaugen. Man kann mit diesen Gläsern auch eine  (sehr intensive) Massage durchführen.

Akupressur, TCM
Reizung der Akupunkturpunkte durch spezielle Druck- und Massagetechniken.

Tuina:
Chinesische Massage, welche Akupunkturpunkte und Meridiane, aber auch Muskelgruppen und Skelett sowie Gelenke benützt, um "die Energie wieder zum Fließen zu bringen". Wichtige Unterstützung der Akupunkturtherapie, nicht nur bei Störungen des Bewegungsapparates. Eine ähnliche, daraus entstandene Form der Massage ist Shiatsu. Akupunktmassage ist diesen Behandlungen ähnlich, aber an europäisches Denken angepasst. Massage kann Akupunktur nicht ersetzen.Schröpfen heißt, dass mit Sauggläsern in bestimmten Regionen, speziell am Rücken, eine Saugmassage durchgeführt wird, die durchblutungsfördernd und stoffwechselanregend wirkt und dadurch Muskeln entspannt und Schmerzen beseitigt. Keine Kontraindikation, ist häufig Ergänzung zur Akupunkturbehandlung.

Chinesische Ernährung:
5 Organgruppen (Lunge, Milz, Herz, Niere, Leber) werden als die 5 Elemente zusammengefasst, und jeweils einer dieser Gruppen sind bestimmte Nahrungsmittel und Eigenheiten zugesprochen. Daher Ernährung nach den 5-Elementen. Grundvoraussetzung der Chinesischen Medizin ist nicht Therapie, sondern Gesunderhaltung. Diese aber fängt bei Ernährung und Lebensstil an. Daher ist die Ernährung nach den 5 Elementen bei Befindensstörungen immer mit einzubringen und eine sehr wichtige Komponente der TCM. 

Qi Gong:
Die Vorsorge und Therapie des Patienten selbst: über Körperhaltung, Konzentration und Atemtechnik fördert man den Energiefluß im Körper, der zur Gesunderhaltung notwendig ist. Tägliche Übungen mit verschiedenen traditionellen Bewegungsabläufen erlauben Regeneration, Gesunderhaltung und Kräftegewinn ohne fremde Hilfe. Tai Chi, Shaolin Qi Gong sind aus dem Qi Gong entstanden und Verfeinerungen der Technik.

Diagnostik in der TCM:
Diese unterscheidet sich teilweise von der Diagnostik der westlichen Medizin: kein Labor und kein Stethoskop werden benötigt, kein Röntgen oder Ultraschall. Gezielte Fragen über Befindensstörungen und die Untersuchung von Zunge und Puls geben Aufschluß über Organ- und Stoffwechselfunktionen im Organismus. Körperliche und psychische Situation werden nie getrennt betrachtet, sie können nur gemeinsam existieren.